KoelnerDom und ZentralmoscheeNo09Eine interreligiöse Exkursion zur Kölner Zentralmoschee und zum Kölner Dom
„Seine Architektur weist auf etwas hin und enthält eine Lehre. Wir können daher von theologischer Architektur sprechen.“
Sakralräume haben verschiedene Funktionen u.a. stellen sie einen Raum dar, der eine Beziehung zur Gottheit, Spiritualität und Gemeinschaft ermöglichen soll.
Das gilt für jeden Sakralraum jeder Religion. Wir haben uns als katholischer Religionskurs der Q2 auf den Weg nach Köln gemacht, um zu erfahren und zu erleben, wie die Sakralräume nicht nur der eigenen, sondern darüber hinaus auch einer fremden Religion wirken und was sie in uns bewirken können. Ein Besuch der Zentralmoschee und des Doms in Köln standen also auf unserem Programm.
Natürlich haben wir uns in der Moschee als Gäste an die Regeln der einladenden Religion in Bezug auf ihr Gotteshaus gehalten und so trugen alle Schülerinnen ein Kopftuch. Obwohl es etwas befremdlich war, war es auch spannend und bewirkte beim Betreten des Gebetssaales ein andächtiges Gefühl.

 

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Alle zogen natürlich auch die Schuhe aus und wir fühlten uns auf dem Gebetsteppich wohl, weil es irgendwie ein gemütliches Gefühl vermittelte. Alle flüsterten und erkundeten - andächtig und bewundernd - den Sakralraum. Durch die Bauweise und Gestaltung wurde die besondere Bedeutung von Allah und dem Prophet Muhammed - die beide über der Vorbeternische kalligraphisch abgebildet sind - deutlich. Neben den 99 Namen bzw. Attributen Gottes sind auch die Namen der Propheten Jesus, Moses und Ismail kalligraphisch im Raum eingelassen und dies verdeutlicht so auch baulich die Besonderheit dieser Personen für den muslimischen Glauben. Beeindruckt von der Wirkung des Raumes konnten wir sogar zufällig einem gläubigen Moslem beim Gebet zusehen.
Zum Abschluss des Moscheebesuches tranken wir noch alle gemeinsam einen Tee.
Das Betreten des Doms vermittelte uns dann ein ganz anderes Gefühl. Insbesondere der typische Kirchengeruch war für viele bekannt. Im Gegensatz zur Moschee, die lichtdurchflutet und wohlig warm war, war der Dom eher dunkel und kalt. Es war erlebbar, dass hier das Ergebnis jahrhundertelangen ständigen Weiter-Bauens und „Geschichte“ begehbar ist - faszinierend war auch, wie Menschen mit so viel Liebe zum Detail sowie so etwas Gewaltiges in den Himmel Emporragendes bauen konnten.

Beide Sakralräume haben die jeweilige Religion bzw. Ansätze derer Inhalte, Rituale und Geschichte für uns - mehr als es im Unterricht möglich sein kann - erlebbar gemacht.

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