Berlin von seiner nassesten Seite


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Klassenfahrt der Klassen 10a, 10c und 10d vom 29. bis 31. Mai 2006

Von Jasmin Nowack, Janine Peters und Lisa-Marie Schwärzel

Als wir (die Klasse 10d) unsere Klassenfahrt in die deutsche Hauptstadt um 8.31 Uhr am Lüner Hauptbahnhof mit den Lehrern, Herrn Stemmerich und Herrn Berg, begannen, freuten wir uns riesig auf Berlin.

Doch als wir nach einer fünfstündigen Zugfahrt endlich an unserem Jugendgasthaus ankamen, fragten sich viele von uns: »Was soll das denn sein?«. Ohne es zu wissen, hätte man mit Leichtigkeit erkennen können, dass wir uns mitten in Berlin-Kreuzberg befanden.

Schließlich beruhigten wir uns und bezogen unseren orangenen »Plattenbau«, den wir uns unter anderem mit der 10a und der 10c teilten, von dem aus es dann direkt mit der U-Bahn zum Reichstag ging. Doch das U-Bahnfahren stellte sich nicht nur für die Schüler als äußerst schwierig heraus, denn gelegentlich stiegen auch die Lehrer mit voller Überzeugung in die falsche U-Bahn.

Als wir es im Reichstag endlich durch die Sicherheitskontrolle geschafft hatten, ging es weiter in den Plenarsaal, wo wir uns eine Stunde lang eine Diskussion zu einem uns recht schleierhaften Thema anhörten, die uns jedoch die Gelegenheit bot, die Arbeit im Reichstag kennen zu lernen. Anschließend musste dann aber leider der Termin mit dem Abgeordneten Laurentz Meyer ausfallen, da dieser uns wohl irgendwie vergessen hatte. Der Besuch der Kuppel war da schon ein kleiner Trost, denn der Ausblick über Berlin war recht eindrucksvoll und faszinierend.

Weniger Probleme als mit dem U-Bahnfahren hatten wir in den richtigen Bus (Linie 100) einzusteigen, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeifuhr wie zum Beispiel am Schloss Bellevue (Sitz des Bundespräsidenten) oder der Siegessäule. Dann hatten wir Freizeit, die alle von uns dafür nutzten etwas zu essen und Berlin auf eigene Faust zu erkunden.

Der nächste Tag begann, nach einer doch sehr unruhigen Nacht auf Grund »netter« Zimmernachbarn, mit drei »Stattführungen«, die wir mit der Klasse 10a gemeinsam unternahmen und von denen man sich eine aussuchen konnte. So ging es entweder um »unser« Viertel Kreuzberg, die Juden in Berlin oder um den »Bahnhof Zoo – Konsum und Rausch«. Abgesehen vom schlechten Wetter waren diese Touren alle auf ihre Weise interessant gestaltet und boten eine Reihe von Informationen.

Der gemeinsame Treffpunkt war anschließend der Alexanderplatz, von dem aus dann auch später unsere eigene Stadtführung durch Berlin, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, startete. Diese mussten wir jedoch aufgrund des starken Regens abbrechen, da wir sonst Berlin weiter hätten durchschwimmen müssen und niemand eine Badehose dabei hatte. So retteten sich einige von uns am restlichen freien Nachmittag in den trockenen Kaufhäusern zum Shoppen oder in den zahlreichen Restaurants.

Am letzten Tag setzten wir unsere Stadtbesichtigung fort, vorbei am Brandenburgertor und der ehemaligen Grenze. Nachdem wir das Jüdische Museum am Holocaust-Mahnmal besichtigt hatten, hatten wir entweder die Möglichkeit mit Herrn Berg und Herrn Stemmerich in weitere Museen zu gehen oder noch einmal selbständig Berlin zu erkunden.

Dann ging es auch schon wieder von der Großstadt Berlin zurück in das kleine Städtchen Lünen, wo wir völlig erschöpft um 21.49 Uhr ankamen. Insgesamt lohnt sich eine Fahrt nach Berlin auf jeden Fall, doch ein längerer Aufenthalt wäre schon nicht schlecht gewesen.

   
 

Stand:25.06.2006
Artur Weinhold

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