Lieber Martin, als Berufspädagoge und Dein Kollege sage ich: Respekt für die vielen Jahre, in denen Du diese intensive Bildungsarbeit geleistet hast. In denen Du mithalfst, die Hülle FSG mit Leben zu füllen. In Nachmittags- und Abendstunden und an Wochenenden, in denen andere sich dem Auto, dem Haus, dem Garten, ihrer Gesundheit oder der Zeitung oder welcher Privatsache auch immer oder (was ich in diesen Zeiten durchaus auch zu schätzen weiß) ihren Familien gewidmet haben. Aber die Familie hattest Du immer ja auch, und jetzt vielleicht auch mehr Zeit, Dich ihr zuzuwenden. 15 Jahre: Das ist der Unterschied zwischen Lebensalter 35 und 50. Das sagt schon viel – Gleiches (oder sinngemäß Gleiches) zu tun auch zu Zeiten, da man selbst schon ein anderer geworden ist. Nicht ein ganz anderer, aber doch so anders, dass viele andere aus ebendiesem Grund schon früher aufgehört hätten. Wenn mein Latein mich nicht trügt, heißt das constantia. Findet man als Tugend nicht mehr oft, auch unter Pädagogen nicht. Was bleibt? Sicher mehr, als der flüchtige Rückblick vermuten lässt. Nicht nur dem Mimen, auch dem Lehrer flicht die Nachwelt keine Kränze. Oder doch selten. Wer sich diesem Befund erst einmal gestellt hat, vernimmt beim zweiten oder dritten Nachhören aber mitunter einen bemerkenswerten Nachhall. Auch auf dieser Seite der FSG-Schul-Website. Ich aber höre auch: Es warten neue Aufgaben. Artur Weinhold |