Ein sonniger Tag im Filmmuseum Von Melanie Herget und Kirstin Hesse Waterloo erreichten wir mit der U-Bahn ohne große Turbulenzen (auch wenn erst ein paar Personen verloren gegangen waren). Nun brauchten wir nur noch das Museum zu finden. Nachdem wir bemerkten, dass wir in die entgegengesetzte Richtung wanderten, kamen wir auch mit dem im Prospekt angegebenen 3-minütigen Fußweg nicht mehr aus. (Vielleicht sind wir ja wenigstens etwas braun von der Sonne geworden ) Das erste nette Ereignis im Museum waren die Freikartengutscheine für einen weiteren Besuch. Endlich drin, begann schon das Grübeln: Können sich Steinfiguren bewegen? Oder sind es gar echte Menschen, die den ganzen Tag versteinert im Museum sitzen? Ein plötzlich auftauchender, altertümlich verkleideter Museumsführer lenkte uns schließlich davon ab, indem er uns die ersten Versuche, filmartige Bilder auf eine Leinwand zu projizieren, zu erklären versuchte. Danach führte uns der Weg auf eine Reise durch die Entwicklung vom kleinen Bild zum großen Film. Entlang Schaukästen, zahlreichen Filmbeispielen (vom Daumenkino über Schattentheater und Stummfilme bis zum heutigen Film), Fotos, original Filmrequisiten und Filmkulissen tauchten wir in eine andere Welt von Damals. Dazu trugen auch besonders die hilfsbereiten, kostümierten und schauspielernden Museumsangestellten (actor guides) bei. Z.B. fanden wir uns plötzlich an einer alten Kinokasse wieder, an der wir nach einer kleinen lustigen Szene mit dem Kartenverkäufer und der Verkäuferin Kinokarten und somit Eintritt in eine Filmvorstellung bekamen. Danach gelangten wir in die interaktiven Räuml;ichkeiten. Plötzlich konnten wir fliegen wie Superman, wurden zu Nachrichtensprechern ( auch wenn es schon einiges an Geschick brauchte, um in die richtige Kamera zu gucken ) oder Talkmastern. Die »Blue-Screen«-Methode machts möglich. Eine besonders schöne Kulisse bot auch am Ende die Sonderausstellung »Quest for Camelot« mit King Arthur und Co. Z.B. konnten wir mit am »Runden Tisch« sitzen, umgeben von Requisiten, »Multimedia«-Bildschirmen (Touchscreen-Technik), Filmgeräuschen und -Effekten. Übrigens konnten auch kleinere Kinder auf ihre Kosten kommen: Extra für sie gab es eine Trickfilmabteilung, in der sie sogar selbst einen Drehfilm malen konnten. Zum Abschluss hatten wir die Möglichkeit, im Movie Store zu shoppen. Fazit: Den Ausflug zum MOMI haben wir nicht bereut, denn das Museum ist ein Museum zum Erleben.
|
Zurück zur London-Inhaltsübersicht
Zurück zur Homepage-Zugangsseite