Nanotechnology und Symmetry in Nature entpuppen sich als spannendes Ferienvergnügen
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Von Julian Weischenberg, Klasse 10

Nach Nominierung durch das FSG und Abschluss eines Auswahlverfahrens seitens der Junior-Akademie sind Robin und ich eingeladen worden, in den Sommerferien am Akademiestandort Schloss Loburg, Ostbevern, einen Kurs zu besuchen.

Die Deutschen Junior-Akademien sind, wie es auf deren Homepage beschrieben wird, »ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger, interessierter und motivierter Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I […]. Seit 2003 gibt es mit den Deutschen Junior-Akademien Programme, die speziell für solche Schülerinnen und Schüler entwickelt wurden […]. Die Deutschen Junior-Akademien wollen den Schülerinnen und Schülern ganz neue Erfahrungen vermitteln und sie intellektuell und sozial herausfordern. Angeboten werden mehrere Kurse aus der Mathematik, den Natur- und Sozialwissenschaften, in denen [Methoden erlernt werden und zu Fächer übergreifenden Denken und Arbeiten angeregt wird] […]. [Die Akademie-Teilnehmer] können neue Denkansätze kennen lernen und über den Horizont der bisherigen Lebens- und Erfahrungswelt hinausblicken. Auch werden sie an die Grenzen der eigenen Leistungskraft herangeführt.«

Da wir uns zufällig beide für ein englischsprachiges Angebot entschieden hatten – Robin für »Symmetry in Nature«, ich für »Nanotechnology« –, trafen wir gemeinsam am 18.08.2011 am Akademiestandort Schloss Loburg in Ostbevern ein, wo wir im Collegium Johanneum, einem Gymnasium mit angeschlossenem Internat, untergebracht wurden. Der erste Eindruck war schon vielversprechend: ein idyllisches Wasserschloss, umgeben von Wald und Wiese, zwei Sportplätze, zwei Turnhallen, Tennisplatz, eine Beach-Volleyball-Anlage und sogar ein eigenes Schwimmbad, in dem wir täglich nach der Kursarbeit Wassersportarten treiben konnten.

54 weitere Teilnehmer aus NRW verteilten sich auf drei Gruppen mit den Themen »Nanotechnology«, »Bionics« und »Symmetry in nature«.

Nach einer Begrüßung durch Herrn Michael Funke, den Landesbeauftragten für die Junior-Akademien, und Vorstellung der sechs Kursleiter hieß es »time to say good-bye« für unsere Eltern und das Kursprogramm begann. Selbstverständlich alles in unserer Arbeitssprache Englisch, woran wir uns schnell gewöhnten; denn die Kursleiter waren native speakers und verfügten nur über rudimentäre Deutschkenntnisse. Mein Kursleiter Peter Henley-Smith, zuständig für die nanotechnology, kam beispielsweise von der Nottingham University.

Eine theoretische Einführung in die Nanotechnologie und ihre Teilbereiche erfolgte über Präsentationen, die wir zu Hause vorbereitet hatten. So standen zum Beispiel neben den biologisch-physikalisch-chemischen Grundlagen des Feuerspeiens, dem Lotuseffekt, auch verschiedene Zusammenlagerungen von Kohlenstoffatomen zu Strukturen mit unterschiedlichen Eigenschaften auf dem Plan. Faszinierend war die Erfahrung, dass die Stoffe, mit denen wir arbeiteten, auf Nanoebene komplett andere Eigenschaften aufweisen als auf Makroebene. Das Phänomen hatte schon Richard Feynman 1959 in seiner Rede »There’s Plenty of Room at the Bottom« seinen Fachkollegen beschrieben.

Das Besondere an der Junior-Akademie war, dass es einfach ein ganz anderes Erlebnis als Schule war. Zwar gab es einen sehr straffen Stundenplan (siehe Foto), jedoch war die Offenheit unserer Projektarbeit sehr angenehm. Die Tage auf Schloss Loburg waren lang, aber trotzdem sehr kurzweilig. Neben der Kursarbeit wurde ein abwechslungsreiches Musik- und Sportbegleitprogramm angeboten. Morgens um 6.30 Uhr begann das Sportprogramm mit Joggen, abends, frühestens um 22.30 Uhr, endete die letzte offizielle Veranstaltung. Danach hatten wir Teilnehmer die Möglichkeit, selbst ein Kursangebot für interessierte Mitschüler anzubieten. In dem Rahmen wurden besondere Hobbys vorgestellt.

Um 23.00 Uhr war zwar offiziell Bettruhe, aber weil wir im Laufe des Tages nur 30 Minuten Freizeit, nämlich von 15.30 bis 16.00 Uhr, hatten und wir uns super verstanden, trafen wir uns jeden Abend und hatten Spaß bis in die späte Nacht. An einem Abend organisierten unsere Kursleiter ein Barbecue mit Stockbrotbacken am Lagerfeuer, zu dem unser Kursleiter Nick Gespenstergeschichten auf Englisch erzählte.

  Zum Abschluss der Akademie gab es für alle Teilnehmer…
 

… eine Teilnahme-Urkunde.

 

30.09.2011
Artur Weinhold

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