Von Silvia Reimann, Silke Wieczorrek und Katrin Dworzecki | In den Hütten sah es zum größten Teil aus wie bei Hempels unterm Sofa. Wegen katastrophalen Platzmangels in den Schränken flogen die meisten Sachen auf dem (meist verschmutzten) Boden herum. Überall war Sand, selbst in den Betten, die natürlich nicht gemacht wurden. Der Sand vermischte sich mit den Dingen, die auch noch auf dem Boden lagen Abfall, Äpfeln, Butterbroten, 7up (unserem Dauergetränk), Orangensaft und Getränkepulver , zu einem klebrigen Brei, der wiederum auf unseren Kleidern haftete. Jetzt wurde uns klar: Es mußte etwas geschehen! Um etwas mehr Platz auf dem Fußboden zu schaffen, »versteigerten« wir die Kleidungsstücke, indem wir sie hochhielten und so die Besitzerin veranlaßten, sie sich abzuholen. Was übrig blieb, wurde weggeworfen oder zum Fußballspielen benutzt. Die Kleidung war jetzt sehr dreckig. Deshalb beschlossen wir, sie im Waschraum unter dem Spülstein zu waschen und mit dem Fön zu trocknen. Da die meisten Sachen durch das Waschen ziemlich verknautscht waren, trafen wir sogar einige Jungen (Matthias!) beim Bügeln an. Ein paar verloren in dem Durcheinander den Überblick und fahndeten überall nach ihren (angeblich) verschollenen Sachen. Bis zur Abreise fand sich wohl alles wieder. So, der Boden war aufgeräumt. Er war aber immer noch total verdreckt. Also leerten wir, da wir keine Wischeimer hatten, die Mülleimer aus und füllten sie mit Wasser. Dann ging es ans Wischen. Hinterher blitzten die Hütten nur so, selbst die Betten waren gemacht. Da wir keine Lust hatten, noch einmal von vorne anzufangen, wurde bestimmt, daß niemand mehr mit Schuhen in die Hütte durfte. Natürlich hielt sich niemand daran. So mußten wir am letzten Tag doch noch einmal an die Arbeit. Eigentlich ist jetzt alles gesagt, außer vielleicht, daß unser letzter Weg in die Hütten oftmals nur noch die Fenster waren, die wir (versehentlich!) offengelassen hatten, denn wie so oft war unser Hüttenschlüssel irgendwie weg. Alles in allem waren wir doch ziemlich ordentlich, oder? (Das bißchen Unordnung lag nämlich natürlich nur daran, daß unsere Mütter zu Hause geblieben waren
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