Anlässlich des 9.11. haben wir eine interaktive Kofferausstellung für alle SchülerInnen erstellt.
Kommt vorbei und entdeckt, was am 9.11.1938 in Lünen passiert ist, was eine Synagoge ist, wie viele antisemitimsche Taten es in den letzten Jahren gab und was eigentlich mit unserer Aktion „Pflanz Toleranz“ gemeint ist.

 

PflanzToleranz 2020Vor 82 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938, wurden in Lünen Siegmund Kniebel, Albert Bruch und Waldemar Elsoffer von Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Abstammung ermordet; viele weitere Juden wurden terrorisiert und vertrieben. Der Lüner Bernhard Samson starb an den Folgen der Misshandlungen.

Um gegen das Vergessen dieser Taten anzugehen, hat Martin Loer seit über 25 Jahren mit seinen Schülerinnen und Schüler den Gedenktag des 9. Novembers genutzt, um darauf aufmerksam zu machen. Damit blickt das FSG auf viele Jahre der Erinnerungstradition zurück. Im folgenden Interview mit Martin Loer finden sich daher die Berichte eigener Erfahrungen sowie einige Einschätzungen und Denkanstöße für die Zukunft – von einem Lehrer, der am FSG für sein tatkräftiges Engagement im Bereich der Toleranz und das respektvolle Miteinander bekannt ist.

Am 9.11.2020 pflanzte der Religionskurs der Jahrgangsstufe 5 von Frau Gröne zusammen mit Frau Stenzel und Frau Bettin einen Baum als Zeichen für Toleranz in Kooperation mit Herrn Störmer (Heimatverein Lünen) und Stadtgrün im Lippeflusspark.

Die SchülerInnen lasen im Unterricht vorbereitete Statements vor, die deutlich machten, wie sie selbst vor dem Hintergrund ihrer Erarbeitungen zu jüdischen Biographien in Lünen bis 1938 zu den Werten der Demokratie stehen.

„Ich bin wütend, weil es Menschen gab, die grundlos Juden getötet haben“, so ein Schüler der Klasse 5.

Waldemar Elsoffer, der in der Lippe ermordet worden war, würden die SchülerInnen gerne sagen: „Es tut mir leid, was Ihnen passiert ist.“ oder „Du warst ein sehr starker Mensch.“

Auf die Frage, warum es wichtig ist aktuell immer wieder ein Zeichen für Toleranz zu setzen, antworteten die SchülerInnen der Klasse 5 u.a.: „Solche Aktionen sind wichtig, damit so etwas Schlimmes nie wieder passiert und so den Leuten klar gemacht wird, nicht wieder auf so eine dumme Idee zu kommen.“ oder einfach: „Es geht um Toleranz und Toleranz ist wichtig.“

Mit diesen Gedanken packten alle tatkräftig an und pflanzten gemeinsam den Baum, der zeitnah auch eine Plakette erhalten soll, aus der hervor geht, wann, von wem und warum dieser Baum gepflanzt worden ist.

Wir danken Herrn Störmer und Herrn Schürmann für ihre Kooperation!

Zur Sprache bringenAuf Basis der Dokumentation „Kinder der Turnstunde“, die jüdischen Biographien vor und nach 1933 in Lünen eindrucksvoll spiegelt, sind im Pädagogik-Grundkurs (Abitur 2021) fremdbiografisch und fiktiv formulierte Tagebucheinträge und Briefe entstanden.
Den jüdischen Menschen wird auf diese Weise eine Stimme gegeben. Es wird aus jüdischer Perspektive zur Sprache gebracht, welche Gedanken die Menschen damals beschäftigt haben bzw. was sie damals bewegt hat.

Exemplarisch können im folgenden sechs verschiedene Audiodateien abgerufen werden:

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